Umsatz gehalten, Ergebnis ausgeglichen – BVN sieht sich am Markt angekommen

Bei der Generalversammlung des Bäuerlichen Versorgungsnetzwerks Steiermark eGen (BVN) am 04.08.2026 im Steiermarkhof in Graz zog die Genossenschaft eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2025: Der Umsatz konnte weitgehend gehalten und ein ausgeglichenes Ergebnis im Jahresabschluss präsentiert werden, trotz der Marktunsicherheiten im Vorjahr und den damit extrem hohen Wettbewerbsdruck am Markt. 

Aktuell zählt das BVN 45 Mitglieder, in Summe sind über 100 bäuerliche Betriebe aus der Steiermark direkt und indirekt am Netzwerk beteiligt. Rund 650 Artikel stehen mittlerweile für Großküchen und Gemeinschaftsverpflegungen zur Verfügung, der Bio-Anteil im Sortiment liegt bei 38 %.

Zur Generalversammlung waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Landwirtschaft gekommen, darunter Landtagsabgeordneter Johannes Wieser in Vertretung von Landesrätin Simone Schmidtbauern, LK-Steiermark-Präsident und BVN-Aufsichtsrat Andreas Steinegger, Kammerdirektor Werner Brugner, Agrar- Hofrätin DI Anita Mogg vom Land Steiermark, Ewald Schuster und Vera Obenaus von der Stadt Graz, die steirische Landesbäuerin Ursula Reiter sowie Bauernbunddirektor Bernd Brodtrager.


Obmann Hillebrand: „Wir sind am Markt angekommen“

BVN-Obmann Markus Hillebrand zeigte sich mit der Entwicklung des Unternehmens zufrieden: „Wir sind am Markt angekommen, und konnten unsere Bekanntheit auch im Land durch gezielte Maßnahmen steigern“ Besonders die anstehenden Projekte würden dem BVN weitere Betätigungsfelder eröffnen: die Entwicklung eines Franchisekonzepts sowie kurze Wege für Nahversorger, dazu ein Pilotprojekt im Bereich der Schulversorgung. Kritisch beurteilte Hillebrand hingegen weiterhin die Situation bei öffentlichen Ausschreibungen: Hier bestehe seitens der öffentlichen Hand im Bund noch deutlicher Aufholbedarf, um eine stärkere Regionalisierung der öffentlichen Beschaffung, welche rechtlich möglich ist, auch in die Praxis umzusetzen durch gezielte Ausschreibungen.


Geschäftsführer Nezmah: Öffnung Richtung Gastronomie erfolgreich

Geschäftsführer Christian Nezmah ergänzte, das Ergebnis sei in einem schwierigen Marktumfeld absolut zufriedenstellend. Die Öffnung des BVN etwa in Richtung Gastronomie habe sehr gut funktioniert – insgesamt sei das Unternehmen am Markt angekommen und werde als echter Player wahrgenommen. Die Bandbreite der Kunden reiche mittlerweile von der Gemeinschaftsverpflegung der öffentlichen Hand bis in die steirische Sterneküche. Unterstützung soll dabei auch das selbst entwickelte Tool „Fairdy“ bieten, dass die Nachvollziehbarkeit der Lebensmittel vom Feld bis zum Teller ohne großen bürokratischen Aufwand und ohne hohe Kosten darstellt.



LK-Präsident Steinegger: BVN als Drehscheibe der Direktvermarkter

LK-Präsident Andreas Steinegger unterstrich die wichtige Rolle des BVN für die heimische Landwirtschaft: Die Genossenschaft leiste einen wertvollen Beitrag dazu, bäuerlichen Familienbetrieben verlässliche Absatzwege zu sichern, und stärke damit gleichzeitig den Regionalanteil in der steirischen Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Aus Sicht der Landwirtschaftskammer habe sich das BVN in den vergangenen Jahren zu einer zentralen Anlaufstelle entwickelt und solle diese Rolle als Drehscheibe der steirischen Direktvermarkter konsequent weiter ausbauen.



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